So schreibt das Vereinsblatt über uns am 24.01.2018

 

Warme Socken aus Rumänien

Reine Schafwolle für warme Füsse

HEESLINGEN. Vor 800 Jahren wurde Viscri in Rumänien als Deutschweiskirch von deutschen Siedlern, den Siebenbürger Sachsen, gegründet. Das Dorf liegt abseits von großen Straßen. Wegen seiner besonders schönen Kirchenburg und des ursprünglich erhaltenen Dorfbildes wurde es 1999 in die Liste des Unesco Weltkulturerbes aufgenommen. Seitdem besuchen jedes Jahr Touristen aus aller Welt das Dörfchen. Für die meisten Einwohner hat sich dennoch nicht viel geändert. Sie sind arm. Wenn sie Glück haben, finden sie Arbeit als schlecht bezahlte Tagelöhner in der Landwirtschaft oder auf dem Bau. Mit den echten Viscri-Socken und Filzschuhen, die schon seit 15 Jahren in Deutschland verkauft werden, verdienen die Frauen aus dem rumänischen Dorf einige Lei dazu. Das Selbsthilfeprojekt kümmert sich damit besonders um die Schulkinder. Früher kam es so gut wie nie vor, dass Kinder aus Roma-Familien weiterführende Schulen besuchten oder eine Ausbildung machen konnten, denn dazu müssen sie jeden Tag nach Rupea fahren oder in Brasov oder Fagaras im Internat wohnen. Das kostet Geld – zuviel für die meisten. Der Verein für Soziale Arbeit und Bildung in Heeslingen unterstützt in Kooperation mit dem Verein für Soziale Projekte in Stegen bei Freiburg die älteren Schüler finanziell und dadurch können inzwischen alle Kinder auch nach der achten Klasse weiter zur Schule gehen. Damit diese Jungen und Mädchen eines Tages gut ausgebildet auf eigenen Füßen stehen können, werden auch in Heeslingen Wollmützen, Wollhandschuhe, Haussocken, Füßlinge sowie Hausschuhe an der Kirchstraße 12 verkauft. Die Preise können erfragt werden und liegen als Liste vor. Die Aktion soll noch mindestens bis Ende März laufen, um in der kalten Jahreszeit die Füßen und Hände zu wärmen. Informationen beim Verein für Soziale Arbeit und Bildung, Tel. 04281/7172833 oder unter info@vsab.eu. (VB)

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